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BPMN: Startereignisse

Startereignisse definieren den Auslöser eines Prozesses und erzeugen beim Eintreten eine neue Prozessinstanz (Token). Sie haben keinen eingehenden, aber genau einen ausgehenden Sequenzfluss.

Dieser Artikel beantwortet folgende Fragen:

  • Wie wird ein Prozess in BPMN korrekt gestartet?
  • Welche Arten von Startereignissen gibt es (Nachricht, Zeit, Bedingung)?
  • Wie benenne ich Startereignisse richtig?

Jeder Prozess benötigt mindestens einen Auslöser. Das Startereignis beschreibt den Impuls, der den Prozess in Gang setzt, nicht die erste Handlung.

  • Sequenzfluss: Startereignisse haben NIE einen eingehenden und IMMER genau einen ausgehenden Sequenzfluss.
  • Benennung: Konvention ist ein Verb im Perfekt oder ein Zustand (z. B. „Antrag ist eingegangen“, „Frist ist verstrichen“).

Zeigt an, dass der Prozess gestartet wird, ohne den Auslöser technisch zu spezifizieren. Es wird oft verwendet, wenn der Prozess durch einen manuellen Start oder einen nicht näher definierten Auslöser beginnt.

Der Prozess startet durch den Eingang einer Information (z. B. E-Mail, Anruf, Antrag).

  • Symbol: Briefumschlag.
  • Hinweis: “Nachricht” bedeutet hier jegliche Form von Informationsaustausch, nicht zwingend einen Brief.

Der Prozess startet zu einem definierten Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit) oder nach einem Zyklus (z. B. „Jeden Montag“).

  • Symbol: Uhr.

Der Prozess startet automatisch, wenn eine bestimmte sachliche Bedingung erfüllt ist (z. B. „Temperatur fällt unter 0 Grad“).

  • Symbol: Dokument/Liste (je nach Tool-Darstellung).

Ein Prozess kann auf verschiedene Arten ausgelöst werden (z. B. Antrag per Post ODER per Mail). Dies wird modelliert, indem mehrere Startereignisse platziert werden, deren Sequenzflüsse im Verlauf (meist über ein Gateway) zusammengeführt werden.


Patrick Roßkothen

Autor

Geschrieben von Patrick Roßkothen, Organisationsberater und Dozent. Mehr zu mir und meiner Arbeit: Über mich

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