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BPMN: Endereignisse

Endereignisse markieren den Abschluss eines Prozesspfades. Sie "konsumieren" die Prozess-Marke. Ein Prozess kann mehrere unterschiedliche Endereignisse haben, um verschiedene Ergebniszustände zu dokumentieren.

Dieser Artikel beantwortet folgende Fragen:

  • Wie wird ein Prozess korrekt beendet?
  • Warum sollte ich mehrere Endereignisse modellieren?
  • Was ist der Unterschied zwischen dem unbestimmten Ende und dem Nachrichten-Ende?

Ein Prozessmodell muss mindestens ein Endereignis besitzen, damit kein Pfad “ins Leere” läuft.

  • Sequenzfluss: Endereignisse haben IMMER genau einen eingehenden Sequenzfluss und KEINEN ausgehenden.
  • Ergebnisorientierung: Die Beschriftung des Endereignisses sollte den Endzustand beschreiben (z. B. „Antrag abgelehnt“ vs. „Antrag bewilligt“).

Es wird dringend empfohlen, unterschiedliche Ergebnisse auch durch unterschiedliche Endereignisse darzustellen.

  • Beispiel: Ein Antragsprozess sollte nicht pauschal in „Prozess beendet“ münden, sondern differenziert in „Antrag abgelehnt“ und „Antrag bewilligt“. Dies erhöht die fachliche Aussagekraft.

Der Standard-Abschluss. Zeigt an, dass der Prozesspfad hier endet.

Der Prozess endet mit dem Versand einer Nachricht.

  • Besonderheit: Dies ist ein “sendendes” Ereignis (Symbol ausgefüllt).
  • Funktion: Es impliziert den Versand. Wenn der Versand eine aktive Tätigkeit erfordert, die Zeit kostet, sollte stattdessen eine “Senden”-Aufgabe und danach ein unbestimmtes Ende verwendet werden. Das Nachrichten-Ende verbraucht keine Zeit.

Ein zeitbasiertes Endereignis existiert in der BPMN nicht, da ein Zeitpunkt nicht durch den Prozess selbst “erzeugt” oder ausgelöst werden kann.


Patrick Roßkothen

Autor

Geschrieben von Patrick Roßkothen, Organisationsberater und Dozent. Mehr zu mir und meiner Arbeit: Über mich