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BPMN: Kollaboration & Externe Beteiligte

Dieser Artikel behandelt die Darstellung von externen Prozessbeteiligten in der BPMN (Kollaboration). Es erklärt den Einsatz von Black-Box-Pools, die Nutzung von Nachrichtenflüssen zur Kommunikation und die strikten Regeln für Verbindungen über Poolgrenzen hinweg.

In der Prozessmodellierung beschränkt sich der detaillierte Ablauf (Sequenzfluss) meist auf die eigene Organisation. Externe Beteiligte (z. B. Kunden, Bewerber, Partnerbehörden) sind nicht Teil des eigenen Pools, interagieren aber mit ihm. Diese Interaktion nennt man Kollaboration.

Da der interne Prozessablauf externer Beteiligter oft unbekannt oder für das eigene Modell irrelevant ist, wird er nicht detailliert dargestellt. Stattdessen verwendet man einen “Black-Box-Pool”.

  • Darstellung: Ein leeres Rechteck, das den externen Akteur repräsentiert (z. B. “AntragstellerIn”).
  • Funktion: Er dient als Quelle und Ziel für den Informationsaustausch, ohne interne Aktivitäten zu zeigen.

Der Austausch zwischen zwei Pools (z. B. Antrag geht ein, Bescheid wird versendet) wird ausschließlich über den Nachrichtenfluss dargestellt.

  • Symbol: Gestrichelter Pfeil mit hohler Spitze und hohlem Kreis am Start.
  • Bedeutung: Visualisiert den Schnittstellen-Dialog und den Informationsaustausch. Dies ist besonders für die Digitalisierung relevant.

Für die Verbindung von Elementen gelten im Kontext von Pools strikte “Immer/Nie”-Regeln:

VerbinderRegelBegründung
Sequenzfluss (durchgezogen)NIE über PoolgrenzenEin Prozessablauf (Token) verlässt niemals den Pool.
Assoziation (gepunktet)NIE über PoolgrenzenDient nur der Beschriftung/Verknüpfung innerhalb eines Kontextes.
Nachrichtenfluss (gestrichelt)IMMER über PoolgrenzenDient per Definition der Kommunikation zwischen zwei getrennten Pools.

Patrick Roßkothen

Autor

Geschrieben von Patrick Roßkothen, Organisationsberater und Dozent. Mehr zu mir und meiner Arbeit: Über mich

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